die gründungsidee

Ich wollte nie in meinem Leben einem Verein beitreten. Das hab ich so lange geschafft, bis das Helga-Treichl-Hospiz, das inzwischen Raphael Hospiz Salzburg heißt, eröffnet wurde. Weil mich die Philosophie und die wunderbare Lebenspraxis in diesem Haus von der ersten Sekunde an vollkommen überzeugt haben, war ich gleich bei der Gründung des Vereins der Freunde dabei.

 

Dieser wertschätzende, segensreiche Umgang mit unheilbar erkrankten, sterbenden Menschen im Haus an der Dr.-Sylvester-Straße, die wohltuende, umfassende Betreuung und Begleitung am Ende des Lebens, sollten unbedingt unterstützt werden – durch Fördergelder, durch Öffentlichkeitsarbeit, durch Veranstaltungen, bei denen nicht zuletzt vielen Menschen die Scheu vor der Auseinandersetzung mit den „letzten Dingen“ genommen werden kann.

 

Und jedes Mal wieder staune ich, wieviel Leben im Hospiz spürbar wird, wieviel Wärme, Nähe, Liebe... wieviel Lachen neben dem Weinen möglich ist, wie menschlich und tröstlich das Abschiednehmen von unserer irdischen Welt sein kann.   

 

Walter Müller, künstlerische Seele unserer Veranstaltungen,  Initiator und 1. Präsident des Vereins

Walter Müller bei einer Lesung im Schloss Leopoldskron 2019

das gründungsteam

Die Arbeit, die im damaligen "Helga-Treichl-Hospiz" mit größtem Einsatz und Kompetenz geleistet wurde, hat einige Salzburger aus den unterschiedlichsten Bereichen so beeindruckt, dass sie im November 2003 beschlossen haben, einen Förderverein zu gründen:

Walter Müller, Schriftsteller und Trauerredner. Trude Kohlberger,  Hospizreferentin. Christa Vergnes, Werbefachfrau. Ulrike Swoboda, Marketingmanagerin. Jürgen Tscharncke, Baustatiker. Dr. Werner Junger, Chirurg. Elisabeth Manzl, SGKS-Supervisorin.

Feierlicher Umtrunk nach der Gründung


Schirmherrschaft

Dir. Arno Buchacher, Gesamtleiter Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Salzburg mit Trude Kohlberger, Vereinspräsidentin von 2005-2018 und Doraja Eberle, erste Schirmherrin des Vereins von 2007-2017.


Wohl beschützt

Am 29. September 2018 übernahm Erzbischof Dr. Franz Lackner OFM die Schirmherrschaft für das Hospiz als auch für den Verein der Freunde des Raphael Hospizes Salzburg.

 

„Mit der Übernahme dieser Schirmherrschaft möchte ich ein Zeichen setzen. Wir alle sind in der Verantwortung, das von Gott geschenkte Leben bis zum Ende zu schützen und ein würdevolles Verabschieden zu ermöglichen.", so der Salzburger Erzbischof.

 

 

 

 

 

Erzbischof Dr. Franz Lackner OFM übernimmt symbolisch die „Schirmherrschaft“ von Vereinspräsidentin Mag.a Andrea Maria Reiser.

 



Heinrich Treichl und Doraja Eberle

Zwei großartige und das Haus prägende Persönlichkeiten, die wir oft im Hospiz begrüßen durften.

Abschiedsbrief von Doraja Eberle, erste Schirmherrin des Vereins bis 2017

Heute ist die Zeit gekommen, mich aus familiären Gründen als Schirmherrin vom ehemaligen "Helga-Treichl-Hospiz" (ich habe Frau Treichl persönlich gekannt und unendlich geschätzt) und jetzigen "Raphael Hospiz Salzburg" zu verabschieden. Viele Jahre durfte ich dieses für mich so bewundernswerte Werk begleiten und im Hintergrund ein Teil davon sein. Was mir vor allem dabei immer in Erinnerung bleiben wird, ist die großartige Leistung, welche die Mitarbeiter*innen in dieser Gemeinschaft vollbringen. Es ist nicht nur die Begabung, die einen Menschen veranlasst, solch einen Dienst zu tun oder Beistand zu leisten, sondern vielmehr die Berufung und Kraft der Achtung und Liebe zu denen, die vom irdischen Leben Abschied nehmen. Die Liebe dafür, den Sterbenden "durch die Hand getragen und umarmt" zu begleiten, ist ein großes Geschenk. Auch ich bin dadurch sehr beschenkt worden.

 

Das ist es, was ich mitnehme werde und mich bei Euch allen in höchster Wertschätzung dafür bedanken möchte. Für immer verbunden mit dem "Raphael Hospiz Salzburg" sage ich Euch "Auf Wiedersehen!"

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